Kontakt| Impressum|
ADAS - Arbeitsgemeinschaft deutscher Apotheken-Softwarehäuser
Über die ADAS
Mitgliedsunternehmen
ADAS-Projekte
Termine
Information eGK
Links
Aktuelles
   
Information eGK
15. Januar 2006 

Aktuelle Information zur Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte

Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz wurde eine weitreichende Entscheidung für die in Apotheken verwendete Technologie gefällt: Nach § 291a des SGB V sollen alle Kranken-versicherten die elektronische Gesundheitskarte (eGK) erhalten. Sie löst die bisherige Krankenversicherten-karte (KVK) ab – und wird als eine der ersten Pflicht-Anwendungen für Ärzte und Apotheken das elektronische Rezept zum Standard erheben.


Die Gesundheitskarte wird in der Lage sein, neben ihren administrativen Funktionen auch Gesundheitsdaten, wie z.B. eine Arzneimittel-Dokumentation verfügbar zu machen. Hierfür wird die Gesundheitskarte als Mikroprozessorkarte ausgestaltet sein, die geeignet ist, Authentifizierung (elektronische Identitätsprüfung), Verschlüsselung und elektronische Unterschrift zu ermöglichen. Damit kann eine größtmögliche Sicherheit der Daten gewährleistet werden. Unter Wahrung der Datenhoheit der Patienten soll auf diese Weise die Karte dazu beitragen, die Qualität der medizinischen Versorgung von Patienten zu verbessern.


Parallel zur Einführung der eGK findet die Einführung von elektronischen Berufsausweisen (HPC - health professional card) statt. Diese Berufsausweise dienen zur Authentifizierung des Personals in der Apotheke und für die Realisierung der elektronischen Unterschrift auf Dokumenten wie dem elektronischen Rezept, aber auch für die Realisierung von sicherer, vertrauenswürdiger Kommunikation zwischen Apotheken oder Apotheken und Ärzten.


Grundlage der Einführung der eGK ist eine Vereinbarung zum § 291a SGB V der Spitzenverbände der Selbstverwaltung. Diese Vereinbarung regelt die Finanzierung, die technische Ausgestaltung der eGK, der Telematik-Architektur und -Infrastruktur, die langfristige Pflege dieser Strukturen und die Modalitäten der Einführung.


Die Arbeiten zur Einführung der eGK werden seit Mitte 2005 von der gematik gGmbH in Berlin geleitet. Die gematik ist eine Gesellschaft im Eigentum der Selbstverwaltung, die Gesellschafter sind also Kassen und Leistungserbringer gleichermaßen. Das BMGS ist bei den Gesellschafter-Versammlungen vertreten, und muss die Beschlüsse der gematik genehmigen.


ADAS ist im Beirat der gematik vertreten – wichtige Voraussetzung für eine sinnvolle Zusammenarbeit.


Aus technischer Sicht zeichnet sich folgende Lösung ab: Die eGK ist eine SmartCard mit Kryptofunktionen und trägt Versichertenstammdaten, Notfallausweis und Fächer für das Abspeichern von Rezepten oder ähnlichen Dokumenten. Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser greifen auf ein geschütztes Netzwerk zu, in dem hoch sicher nach elektronischer Identifikation durch die HPC gearbeitet werden kann, also Daten erstellen, lesen usw. Elektronische Dienste können dann Arbeiten für die Nutzer dieses Netzwerkes erledigen, z.B. den Versicherten-Status eines Patienten überprüfen.


Um mit den bestehenden Arztpraxis-Systemen kompatibel zu sein, wird die eGK voraussichtlich auch wie die alte KVK reagieren können. Damit ist sichergestellt, dass alle Abläufe auch im alten Modus noch funktionieren.     


Fast alle die für diese technischen Szenarien notwendigen Applikationen und Schnittstellen müssen noch spezifiziert und dann schlussendlich implementiert werden. Dies benötigt Zeit, realistisch betrachtet wird es frühestens im 3. Quartal 2006 die ersten Tests geben. Eine Einführung in einem größeren Stadtgebiet im Rahmen eines Feldtests nach § 291a mit allen jetzt vorgesehenen Elementen der Telematik-Infrastruktur im Gesundheitswesen wird frühestens 2007 beginnen.


In allen acht Modellregionen, die eine Bewerbung eingereicht haben, soll auch getestet werden. Mit dabei sind (in alphabetischer Reihenfolge): Bochum-Essen, Bremen, Flensburg, Heilbronn, Ingolstadt, Löbau-Zittau, Trier und Wolfsburg.


Beginnen sollen die Tests zunächst in Zittau-Löbau und Flensburg, danach folgen im Abstand von maximal drei Monaten die weiteren Regionen. Ingolstadt und Heilbronn sind außerdem – neben Bochum-Essen – als die Regionen benannt worden, in denen Tests mit 100.000 Versicherten durchgeführt werden. Diese sind die unmittelbare Vorstufe zur flächendeckenden Einführung der Gesundheitskarte.


Für die gematik gilt es nun, noch im Januar 2006 entsprechende Verträge mit den Testregionen abzuschließen und die Arbeit aufzunehmen. Die Haushaltspläne der gematik sind weitgehend vorbereitet, die Details zur Finanzierung der Kosten bei Apotheken und weiteren Beteiligten sind allerdings noch zu regeln. Es besteht aber berechtigte Hoffnung, dass eine Beteiligung der gematik bzw. des Modellprojekts an den Kosten der Leistungserbringer erfolgt.     


Aufgrund des aktuellen Projektstandes kann noch keine Klarheit über den Umfang und die Kosten der Ausstattung von Apotheken für die Feldversuche und für die endgültige Ausstattung erwartet werden. Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass ein modernes Apotheken-Warenwirtschaftssystem für die Einführung der eGK nicht ersetzt werden muss – eine Ergänzung wird ausreichen.


Die Mitgliedsunternehmen der ADAS bereiten sich vielfältig auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vor. So haben schon Mitte 2003 Entwickler-Workshops (Arbeitstage Gesundheitskarte) stattgefunden mit dem Ziel, den Software-Spezialisten aktuellste Informationen mitzuteilen. Regelmäßige Mitarbeit von ADAS-Mitarbeitern in den Arbeitskreisen der gematik gewährleisten für die Mitgliedsunternehmen einen funktionsfähigen Informationsfluss und die Wahrung der Interessen. Ein umfassender Zugriff auf neue Technologie und know–how ist somit sicher gestellt.


Auf Messen wurden im Jahr 2005 Prototypen vorgestellt, die einen realistischen Eindruck der zukünftigen Arbeitsweise in Apotheken vermitteln.


Weitere Informationen unter:

http://www.dimdi.de/de/ehealth/index.htm
http://www.gematik.de
http://www.telematik.biz/

Downloads

 
   

Termine

06.10.2011 - 09.10.2011
EXPOPHARM 2011
mehr ...

News

ABDA / ADAS Portalschnittstelle V2.1.1
Datenaustausch zwischen Warenwirtschafts- und Online-Shop-Systemen
mehr ...
ADAS-DWS (Datawarehouse-Schnittstelle) V1.0
Systemübergreifende Auswertungen mit der Datawarehouse-Schnittstelle
mehr ...

Mitgliedsunternehmen

Logo Apotheke

in Rot und 3D
Nur durch Apotheken zu verwenden